INTERNE PHÄNOMENE


8. Mai bis 27. Juni 2015
INTERNE PHÄNOMENE
Arno Bojak , Reinhard Bojak / Marc Gröszer, Clemens Gröszer / Matthias Heidenreich  Herta Heidenreich / Julia Neuenhausen, Siegfried Neuenhausen / Holger John, Joachim John / Lea Asja Pagenkemper, Katja Ka, Otto Herbert Hajek / Georg Polke, Sigmar Polke / Moritz Schleime, Cornelia Schleime / Kata Unger, Heinrich Bethke

Ausstellungseröffnung: 8. Mai 2015, um 20 Uhr
Kuratiert von German Tatami Projekte / Kata Unger + Frank Diersch
Eröffnungsrede: Dr. Fritz Jacobi, Kunsthistoriker, Berlin
Musik: Marc Gröszer
Finissage: Samstag, den 27. Juni 2015, 17 Uhr

Es erscheint ein Katalog >>>

Mit freundlicher Unterstützung der Senatskanzlei kulturelle Angelegenheiten – Ausstellungsfonds kommunale Galerien Berlin


Die Ausstellung Interne Phänomene* widmet sich dem Thema der künstlerischen Arbeit zweier Künstlergenerationen mit familiärem Hintergrund. Es werden 9 Konstellationen aus dem nahen Umfeld ausgewählt und ihre jeweiligen Positionen vorgestellt. Der Blickwinkel umfasst die zeitgleich präsenten Vertreter der Generationen eines inzwischen historischen Kunstzeitraumes. So gehören die Vorgänger der hier anwesenden Künstlerfreunde und Kollegen inzwischen zu den Fixpunkten des Koordinatensystems Kunst, strahlend wie 1P/Halley und tief ruhend wie Serpentin.

Dass es ideelle familiäre Verbindungen zwischen Künstlern durch die Zeiten gibt, ist bekannt. Wir reden dann von Geistes- oder von Wahlverwandtschaft. Die familiären Begriffe sind aus der Geschichte der Kunst nicht weg zu denken.

Es bewegt die Frage, ob es jenseits der Künstlerwerkstätten vergangener Zeiten eine Verbindung interner künstlerischer Natur gibt, abgesehen vom fast überkommenen Meisterprinzip und den Prägungen schulischer Meisterlehre.

… Kann es sein, dass Künstler, die als Kinder kunstfern aufwachsen, zumindest eine Begabung brauchen oder eine Initialzündung um in den Malstrom der „Kunst“ zu gelangen, während Kinder von Künstlern schon die Anlage haben, und sie nur noch fortsetzen müssen, hin zum Durchbruch in ein neues oder eigenes Format.

In benachbarten Wissenschaften ist das Basieren auf Vorangegangenem Teil der Substanz des Heutigen. In der Kunst jedoch scheint es gelegentlich Abbrüche von ganzen Entwicklungen und deren Protagonisten zu geben, die später wiederentdeckt und als Kronzeugen aufgerufen werden können.

Die Lichtverhältnisse der Wahrnehmung zeitgleicher Phänomene der Kunst eines oder zweier Zeiträume umfassen stets das gesamte Spektrum und bedeuten die Teilung in sichtbar und unsichtbar.

Interne Phänomene richtet den Blick auf das Verbindende von nahen und entfernten Verwandten.

Kata Unger + Frank Diersch / German Tatami Projekte


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1. Über die Hälfte aller Sterne im Universum sind Teil eines Doppelsternsystems.
Der hellere der beiden Sterne eines Doppelsternsystems wird Hauptstern (oder Hauptkomponente) genannt und mit dem Buchstaben A bezeichnet, der lichtschwächere ist Begleiter und wird mit B bezeichnet…
2. Geometrische Doppelsterne oder räumliche Doppelsterne: Sterne, die einander räumlich nahe sind, aufgrund ihrer hohen Relativgeschwindigkeiten jedoch nicht aneinander gebunden sind und eine gemeinsame hyperbolische Bahn um ihren gemeinsamen Schwerpunkt beschreiben. Es handelt sich hierbei um das einmalige Ereignis einer Sternbegegnung, die beiden Sterne bilden also nur für eine begrenzte Zeit einen (geometrischen) Doppelstern und treffen sich danach möglicherweise nie wieder.
3. Mit dem Drehimpuls einer gravitativ kollabierenden interstellaren Wolke steigt auch die Wahrscheinlichkeit für die Bildung eines Doppelsternsystems anstelle eines Einzelsterns. Man vermutet heute, dass Sterne in größeren Wolken („Brutgebiete“) gruppenweise entstehen. Es besteht dabei eine große Wahrscheinlichkeit, dass solche nahe beieinander befindlichen Sterne sich zu einem System verbinden.
4. Offene Sternhaufen findet man nur in Spiral- oder irregulären Galaxien, in denen noch Sternbildung stattfindet (wofür z.B. elliptische Galaxien zu alt sind). Die Haufen sind selten älter als ein paar hundert Millionen Jahre, weil sie durch die Eigenbewegung der Sterne, deren innere Vorgänge oder durch gegenseitige Bahnstörungen Mitglieder verlieren. Manchmal werden sie auch durch Zusammenstöße mit anderen Sternhaufen oder Gaswolken zerstört.
1.-4. Quellen in Wikipedia.de

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