100 Jahre FRITZ KÜHN



8.5. – 12.6.2010

100 Jahre FRITZ KÜHN

Laudatio: Dr. Fritz Jacobi, Kunsthistoriker, Berlin
Musik: Matthias Bauer
Ausstellungseröffnung: Freitag, 7.5.2010, 20 Uhr
Zur Ausstellung anlässlich des 100 Geburtstages von Fritz Kühn erscheint ein Sonderdruck mit Texten aus dem Nachlass:
„Die kleinen Dinge bauen die Welt“

FRITZ KÜHN- Kunstschmied, Stahlgestalter, Fotograf, Zeichner und Autor, lebte von 1910-1967 in Berlin

Den Berlinern und ihren Gästen aus aller Welt begegnen auf Schritt und Tritt Werke dieses besessenen Multitalentes: ob restauratorische Arbeiten an der Humboldt-Universität, dem Ermeler-Haus, der Staatsoper Unter den Linden, am Schloss Niederschönhausen oder seine Arbeiten zum Wiederaufbau der zerbombten Stadt Berlin, dem Haus an der Weberwiese, den Gebäuden rund um die ehemalige Stalinallee , das Haus des Kindes am Straußberger Platz – hier gestaltete er auch das Relief zum Brunnen – oder auch das A-Portal der Berliner Stadtbibliothek in der Breiten Straße, um nur einige zu nennen.

Wir freuen uns, diesen großen, international anerkannten Künstler und sein Schaffen anlässlich seines 100. Geburtstages mit einer Ausstellung in unserer Galerie ehren zu können.

„ Die künstlerische Bedeutung Fritz Kühns als Kunstschmied, Stahlgestalter, Photograph, Zeichner und Autor mehrerer Bücher steht für uns außer Frage . Fritz Kühns außerordentliche Gestaltungskraft entfaltete sich vor allem in der angewandten Kunst in allen Bereichen – von der einfachen Gefäßgestaltung über Zeichen weltlicher und christlicher Emblematik bis hin zur baugebundenen Kunst und eigenständigen Brunnenanlagen –, sie reichte aber ebenso auch bis zur freien Stahlskulptur.

Die Bedeutung, die seinem Werk mit Recht beigemessen wird, begründet sich durch seine Fähigkeit, elementare Formen der Natur, die er immer wieder intensiv beobachtet hat – seine Zeichnungen und besonders seine Photographien sind großartige Belege dafür – , durch seine Phantasie in streng abstrahierte Gestaltzeichen von hoher Intensität zu verwandeln. Aufbauend auf den Erkenntnissen des Bauhauses und der modernen Kunst der 1920er Jahre hat Fritz Kühn eine Synthese zwischen organischer Form und konstruktiver Funktionalität entwickelt, die in ihrer Stringenz und Ausdruckskraft seinen Werken eine hohe künstlerische Wertigkeit verleiht.“

Fritz Jacobi, aus dem Gutachten der Stiftung Preußischer Kulturbesitz 2003

 

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